4020 262 nahe der Haltestelle Perchtoldsdorf, Linie29 15.06.2012

Schnellbahn

Die Geschichte der S-Bahnen in Österreich beginnt mit der Schnellbahn Wien, die seit 1962 betrieben, aber erst seit Ende 2005 als „S-Bahn“ bezeichnet wird. Die S-Bahn Salzburg ging im Jahr 2004 in Betrieb und trug gleich von Beginn an den Namen „S-Bahn“. Zurzeit entsprechen jedoch nur die Bahnen in Wien und Salzburg den gängigen Kriterien einer S-Bahn. Andere Systeme sind umbe­nannte Regionalzugsysteme, die allerdings in Teilbereichen bereits einer S-Bahn ähneln oder deren weiterer Ausbau zur echten S-Bahn geplant ist.

 

S-Bahnen in Österreich

 

Vorhandene Netze

 

 

Geplante Netze

 

Großraum Bodensee/Vorarlberg

 

Im Raum Bodensee/Vorarlberg gibt es verschiedene, sich überlappende Initiativen und Projekte für ein grenzüberschreitendes S-Bahn-Netz. Die „Initiative Bodensee-S-Bahn“, schlägt eine S-Bahn vor, an der alle Bodenseeländer beteiligt wären. Sie hat neben der Bodensee umrundenden Ring­bahn ein geplantes Einzugsgebiet von Schaffhausen (CH), Radolfzell (D), Konstanz (D), Fried­richshafen (D), Lindau (D), Bregenz (A), Sargans (CH) und St. Gallen (CH). Teile dieses Netzes sind durch die existierende S-Bahn St. Gallen und die S-Bahn Vorarlberg bereits abgedeckt. Ein Projekt „S-Bahn FLACH“, das auf Ministerebene erarbeitet wird, bezieht Liechtenstein direkt mit ein. Neben den bestehenden Netzen der S-Bahn St. Gallen und S-Bahn Vorarlberg sowie deren bereits beschlossenen Erweiterungen (vor allem das Projekt „S-Bahn 2013“ der S-Bahn St. Gallen und einer Verknüpfung der S-Bahn-Systeme mit einer Verbindung Bregenz-St. Margrethen-St. Gal­len) ist vor allem ein Ausbau der Strecke Feldkirch-Buchs auf einen Halbstundentakt geplant.[1]

 

S-Bahn-Logo

 

Wien

 

Das Logo wird seit den 1960er Jahren auf der Wiener S-Bahn verwendet und stellt ein weißes scharfkantiges „S“ auf blauem Hintergrund dar. Die Form des S soll da­bei den Verlauf der Stammstrecke durch Wien stilisieren. Mittlerweile wurde dieses Logo durch das allgemeine S-Bahn-Logo ersetzt (siehe unten) – einerseits um un­gewünschte Assoziationen mit der Siegrune der Schutzstaffel aus der Zeit des Na­tionalsozialismus zu vermeiden, andererseits um ein dynamischeres Image zu schaffen. Trotzdem ist dieses Logo noch an vielen Stationen im Wiener Verkehrsnetz zu finden.

 

Salzburg

 

Als die S-Bahn Salzburg geplant wurde, hieß die S-Bahn in Wien noch Schnell­bahn. Für Salzburg wurde ein neues Logo entworfen, das bis heute verwendet wird – sowohl an Bahnsteigen als auch in Fahr- und Liniennetzplänen. Dieses Logo wurde gemeinsam zwischen Stadt und Projektleitung festgelegt und es gibt keine Pläne, dies zu ändern.

 

 

S-Bahn-Logo Österreich

 

Für die neuen S-Bahnprojekte in Tirol, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich wird das allgemeine S-Bahn-Logo verwendet, eine hellere Version der geschwun­genen Variante aus Wien. Dieses Logo wird in Netzplänen, Fahrplänen und an den Bahnhöfen verwendet. Auch die Wiener S-Bahn verwendet mittlerweile dieses Logo.

 

In der Fahrplanauskunft im Internet hat die ÖBB allgemein jedoch für die S-Bahnen seit 2008 die geschwungene Variante, die laut ÖBB als einzige Version – ohne Unterscheidung für Salzburg und Wien und sogar für deutsche S-Bahnen – genutzt wird, da technisch nur ein Symbol hinterlegt wer­den kann. Analog hat die Deutsche Bahn das grüne „S“ auch für die österreichischen S-Bahnen.

 

 

Einzelnachweise

 

1) Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen, S-Bahn FLACH, abgerufen am 9. Oktober 2012.

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahnen_in_%C3%96sterreich

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© railaustria.at