4746 001 bei der Präsentation am Wiener HBF, patricks oepnv bilder 16.03.2015

Regionalzug

Ein Regionalzug der ÖBB

Regionalzug, abgekürzt R[1], ist eine Zuggat­tung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Der Regionalzug ist in Österreich der Nachfolger des Personenzugs, hält nicht wie dieser ver-pflichtend in allen Stationen und führt ausschließlich die zweite Wagenklasse.

 

 

Einsatzgebiete

 

Die Züge werden immer mehr von der Schnell­bahn, kurz S-Bahn, abgelöst. Regionalzüge ver-kehren aktuell in Osttirol, Steiermark, Ober­österreich, Niederösterreich, Vorarlberg, Burgenland, wo es noch kein derartiges Netz gibt, und vereinzelt auch auf der Salzburg-Tiroler-Bahn auf dem Abschnitt Schwarzach-St.Veit – Saalfelden und der Tauernbahn auf dem Teilstück Spittal-Millstättersee – Mallnitz-Obervellach.

 

 

Wagenmaterial

 

Zum Einsatz kommt hier vermehrt die elektrische drei- und vierteilige Bombardier Talent-Garnitur, die bei den ÖBB als Baureihe 4023/24 ihren Dienst macht. Seit Dezember 2015 sind auch auf manchen Regionalzügen die neuen Cityjet Triebwagen im Einsatz. Lokbespannte Züge mit „lan­gen Schlierenwagen“ (siehe Bild), die noch vor ein paar Jahren im Regeldienst bestanden haben, sieht man nicht mehr so häufig im Einsatz. Anderes Wagenmaterial ist bereits ausgemustert. Mit der „Herkules“-Diesellok (ÖBB BR 2016) bespannte Züge sind ebenfalls oft anzutreffen.

 

Reihe 4023

 

4023 011 bei St.Georgen ob Judenburg

Als Reihe 4023 bezeichnen die ÖBB einen drei­teiligen Talent mit elektrischem Antrieb. Von den ersten elf Stück sind sieben Stück für die S-Bahn Salzburg im Einsatz. Der 4023 besitzt seit 15. Dezember 2005 eine EBA-Genehmigung und ist daher ebenso für den Einsatz in Deutschland zugelassen. ÖBB und DB machen davon seit Juni 2006 mit der gemeinsamen Salzburger S-Bahnlinie 3 (Saalfelden-Schwarz­ach-Freilassing-Bad Reichenhall und Golling–Salzburg-Bad Reichenhall) Gebrauch. Drei Stück sind seit Mitte Dezember 2009 im Raum Kärnten-Osttirol in Verwendung. Außerdem wird der Regionalverkehr auf der Semmeringbahn abwechselnd von den Reihen 4020 und 4023 betrieben.

 

Reihe 4024

 

Die Reihe 4024 ist die vierteilige Version des elektrischen Talents für die ÖBB. Mit 140 Garni­turen stellen diese Fahrzeuge das Rückgrat des Nahverkehrs der ÖBB in ganz Österreich dar. Sie sind in allen Gebieten mit größerem Nahverkehrsaufkommen (S-Bahn Wien, S-Bahn Tirol, S-Bahn Steiermark, S-Bahn Vorarl­berg, S-Bahn Kärnten bis einschließlich Lienz, Salzburg – Saalfelden, Pyhrnbahn, Linz) im Einsatz. Diese Elektrotriebzüge sind mit den Gattungszeichen BDET klassifiziert und mit der UIC-Kennzeichnung der Triebfahrzeuge 93 81 4024 xxx-x beschriftet, wobei xxx die Ord­nungsnummer und x die Prüfziffer sind. Damit sind folgende Informationen codiert: Österreichischer Triebzug mit mehr als 190 km/h (eigentlich nur 140 km/h), elektrisch getriebener Schnellbahntriebwagen für den innerstädtischen und Um­landverkehr mit Plätzen der 2. Klasse.

 

Talent 3

 

Im Dezember 2016 unterzeichnete die ÖBB einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 300 Talent-3-Triebwagen. Gleichzeitig wurden 21 Einheiten für die S-Bahn Vorarlberg mit Lieferung im Jahr 2019 um 150 Millionen Euro bestellt.[8][9][10]

 

ÖBB cityjet/Raaberbahn ventus

(Baureihen 4744 und 4746)

siehe auch ÖBB cityjet/Raaberbahn ventus (Wikipedia)

 

Cityjet bei der Präsentation am Wiener Hauptbahnhof im März 2015

Im Dezember 2016 unterzeichnete die ÖBB einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 300 Talent-3-Triebwagen. Gleichzeitig wurden 21 Einheiten für die S-Bahn Vorarlberg mit Liefe-rung im Jahr 2019 um 150 Millionen Euro bestellt.

 

Die Baureihen 4744 und 4746 gehören zum Typ Desiro ML der vom Hersteller Siemens Mobility entwickelten Desiro-Plattformen.

 

Die bisher bestellten 75 Regionalzüge (davon 70 für ÖBB und 5 für Raaberbahn) der Baureihe 4744 bieten 259 Sitzplätze und vier Einstiegsbereiche, entsprechend vier Türen pro Zugseite. Die bisher bestellten 31 S-Bahn-Züge der Baureihe 4746 verfügen bei sechs Einstiegsberei-chen, entsprechend sechs Türen pro Zugseite, über 244 Sitzplätze und sind für den Schnellver-kehr in Ballungsräumen wie Wien vorgesehen. Beide dreiteiligen Triebzug-Baureihen erreichen bei beiden Hochspannungsarten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und können in Mehrfachtraktion gefahren werden. Die Züge sind vollklimatisiert.

 

Zur Ausstattung gehören eine behindertengerechte sowie eine Standard-Bordtoilette. Der Fahr­gastbereich ist mit einer tageszeitgesteuerten Beleuchtung, klappbaren Tischen und verstellbaren Sitzen versehen. Die Regionalzüge bieten drei, die S-Bahnen zwei Mehrzweckbereiche, beispiels­weise für Fahrräder.[1] Zudem sind alle Fahrzeuge mit Schiebetritten für Bahnsteige mit einer Höhe von 550 mm an den Zugenden und 380 mm an allen Einstiegen ausgestattet, wobei bei Bahnsteigen mit einer Höhe von 200 Millimetern die Schiebetritte für 380 mm-Höhe weiter aus­gefahren werden.

 

Ab 2017 werden die cityjets schrittweise mit WLAN ausgerüstet.

 

5047 060-8 in Wien Lobau als Regionalzug Richtung Wien Hauptbahnhof

Auf nichtelektrifizierten Strecken kommen meist Triebwagen der Baureihen 5047, 5147 und 5022 zum Einsatz.

 

Siehe auch:

ÖBB 5047

 

5147

 

Die Reihe 5147 ist eine Dieseltriebwagenreihe der ÖBB sowie der Raaberbahn (GySEV).

 

Die Triebwagen der Reihe 5147 entsprechen technisch den Triebwagen der Reihe 5047, al­lerdings verfügt jede Einheit nur über einen Führerstand. Am anderen Ende des Fahrzeugs befindet sich ein Fahrgastübergang, an den ein weiterer Triebwagen fix gekuppelt ist. Daher spricht man von einem Doppeltriebwagen, auch wenn jedes Fahrzeug eine eigene Nummer be­-

Lokalbahn Szombathely–Kőszeg - Haltestelle Lukácsháza alsó, Steindy 21.04.2013

sitzt.

 

Fünf solcher Doppeleinheiten wurden ab 1992 an die ÖBB geliefert, eine weitere an die Gy­SEV. Die ÖBB-Fahrzeuge kamen auf den Stre­cken rund um Wiener Neustadt, hauptsächlich auf der Leobersdorfer Bahn sowie auf der Mattersburger Bahn, und auf der Marchegger Ostbahn zum Einsatz. Vereinzelt kamen sie so­gar bis Sigmundsherberg oder nach Marchegg. Mitte 2012 wurden alle fünf ÖBB-Doppeleinhei­ten an die GySEV verkauft

 

5022

 

Die Baureihe 5022 der Österreichischen Bun-desbahnen ist ein Dieseltriebwagen, der auf der Desiro-Plattform von Siemens Mobility entwi­ckelt wurde. Er entspricht weitgehend der Bau­reihe 642 der Deutschen Bahn AG. Es wurden zusätzliche Sicherheitseinrichtungen sowie eine Sprinkleranlage und eine Notbremsüberbrüc­kung eingebaut.

 

Die ÖBB vergab im März 2003 einen Auftrag über 20 Fahrzeuge mit einer Option auf weitere

5022 007-8 in Graz Hauptbahnhof

40 Triebwagen. Seit September 2005 befinden sich die ersten 20 Fahrzeuge im Einsatz. 2007 und 2008 wurde die Option über weitere 40 Triebwagen in Betrieb gesetzt. Somit stehen im Fuhrpark der ÖBB 60 Einheiten zur Verfügung.

 

 

Einzelnachweise

 

1) Zugverzeichnis 2011 (PDF; 237 kB), auf oebb.at, abgerufen am 17. Mai 2012

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Regionalzug

https://de.wikipedia.org/wiki/Bombardier_Talent#Reihe_4023

 

Elektrotriebwagen

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