ÖBB 1216 011 bei Langkampfen, Bas Meijer 07.01.2017

Unterinntalbahn

Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck

 

Die Bahnstrecke Kufstein–Innsbruck (auch Unterinntalbahn) ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Österreich, welche ursprünglich als k.k. Nordtiroler Staatsbahn erbaut wurde. Sie beginnt an der Staatsgrenze in Kufstein in Fortsetzung der Bahnstrecke Rosenheim–Kufstein und führt in Tirol entlang des Inns nach Innsbruck. Die Strecke ist Teil der europäischen TEN-Achse Berlin–Palermo. Eigentümer und Betreiber sind die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB)

 

Karte der Unterinntalbahn, OpenStreetMap (and) contributors 11.08.2013

 

 

Geschichte

 

Die Strecke wurde als erste westösterreichische Eisenbahnstrecke am 24. November 1858 eröffnet, nachdem ihr Bau schon 1853 von Kaiser Franz Joseph I. angeordnet worden war. Das 150-Jahr-Jubiläum wurde im Jahr 2008 in Wörgl gefeiert.

 

ÖBB Gleiskennzeichnung + Kilometrierung der Neubaustrecke, Kontrollstelle Kundl 13.01.2013

Ausbaumaßnahmen

 

Im Hinblick auf eine Kapazitätssteigerung der Strecke und als Vorgriff auf den Bau des Brennerbasistunnels wurde zwischen der Abzweigung Kundl 1 und der umgebauten Abzweigung Fritzens-Wattens 1 (bei Baumkirchen) eine neue Hochleistungsstrecke errichtet, die seit dem 9. Dezember 2012 planmäßig von Zügen befahren wird. Diese verläuft in weiten Teilen in Tunneln, um das durch Lärm ohnehin schon stark belastete Inntal nicht noch stärker in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Ausbaustrecke ist für den gemischten Verkehr bis 220 km/h ausgelegt. Der zweite Abschnitt des Ausbauprogramms der Unterinntalbahn Brannenburg–Schaftenau–Kundl/Radfeld befindet sich in der Planungsphase.

 

Ende 2009 wurde das seit 2005 laufende Trassenfindungsverfahren zwischen Schaftenau und Kundl abgeschlossen. Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie von 1993 waren 17 Varianten nördlich und südlich des Inntals sowie in der Talflur erkundet worden. Nach einer Vorauswahl im Jahr 2008 wurden vier Varianten vertieft geprüft. Die gewählte Trasse verläuft in westlicher Richtung vor Kundl in einem zehn Kilometer langen Tunnel und einer Kette weiterer Tröge und Tunnel. Bei Schaftenau (südlich von Kufstein) soll die Strecke mit der Bestandsstrecke verknüpft werden.[3]

 

Zwischen Wörgl und Innsbruck ging 2012 ETCS Level 2 in Betrieb.[4]

 

 

Einzelnachweise


1) ÖBB investieren 308 Millionen in Tirol. In: tirol.orf.at. 10. März 2016, abgerufen am 28. März 2016.

2) Großraum Innsbruck: Sechs neue Haltestellen In: tirol.orf.at. 15. Januar 2014, abgerufen am 28. März 2016.

3) Meldung Trassenwahl abgeschlossen. In: Der Eisenbahningenieur, 64. Jahrgang, Heft November 2009, S. 65.

4) Roman Herunter, Gerhard Fritze: Die EU-Prüfung des GSM-R-Netzes der ÖBB-Infrastruktur AG entsprechend d4)er TSI ZZS. In: Signal + Draht. Band 108, Nr. 6, 2015, ISSN 0037-4997, S. 40–47.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Kufstein%E2%80%93Innsbruck

 

 

Videos

 

Führerstandsmitfahrt (Neue) Unterinntalbahn Innsbruck - Wörgl
Führerstandsmitfahrt im EC163 "Transalpin"
fuehrerstand 01.07.2014
32:02


Führerstandsmitfahrt Kufstein-Hall-Innsbruck-Brenner
Rotausleuchtung 31.08.2015
Mit BR 186 Stahl-Schotterzug mit über 3100t oberirdisch durch das Inntal
Die wenigsten Güterzüge fahren mittlerweile noch oberirdisch und auch nicht über Innsbruck (da die Umfahrung genutzt wird). Eine der wenigen Ausnahmen ist der "BigMäc", der mit bis zu 3200t von München bis Hall/Tirol fährt.
1:49:27

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