5022 007-8 vor Ried im Innkreis, Johann J. 20.10.2013

Innkreisbahn

 

Die Innkreisbahn[1], auch Innviertelbahn, ist eine eingleisige, nicht elektrifi-zierte Hauptbahn in Oberösterreich. Sie verläuft zwischen dem Bahnhof Neumarkt-Kallham an der Bahnstrecke Wels–Passau über Ried im Innkreis und Braunau am Inn bis nach Simbach am Inn, wo Anschluss an das Netz der Südostbayernbahn besteht. Die Innkreisbahn verbindet somit das Inn- viertel einerseits mit dem oberösterreichischen Zentralraum und andererseits mit Bayern. Die Strecke gehört zum Ergänzungsnetz der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG.

 

Diese Eisenbahnverbindung stellt die kürzeste Verbindung zwischen den Städten Wien und München dar. Aus diesem Grund nahm unter anderem der Orient-Express zwischen 1883 und 1897 diese Route. Jedoch nimmt in neuerer Zeit der Fernverkehr zwischen diesen beiden Städten den Umweg über Salzburg, da diese Strecke zum einen besser ausgebaut und vollstän- dig elektrifiziert ist und zum anderen der Großraum Salzburg als Verkehrskn- oten nicht umfahren werden soll.


Geschichte

 

Während Schärding 1861 mit der Inbetriebnahme der Passauer Bahn ans Schienennetz angebunden wurde, blieben die beiden anderen Innviertler Be- zirkshauptstädte Ried und Braunau vorerst ohne Bahnanschluss. Da das Innviertel geographisch und historisch stark nach Bayern orientiert war, kris- tallisierte sich auf Drängen der Rieder eine Linienführung von Neumarkt

über Ried nach Braunau mit Anschluss an das bayrische Bahnnetz heraus. 1865 wurde die Bau- und Betriebskonzession erteilt, 1868 die k.k. priv. Aktiengesellschaft der Neumarkt - Ried - Braunauer Bahn mit Sitz in Ried gegründet und ein Jahr später mit den Bauarbeiten begonnen. 1870 wurde die Bahngesellschaft von der Kaiserin-Elisabeth-Bahn gekauft, die bereits die Bahnstrecke von Wien nach Salzburg (mit Anschluss nach München) betrieb, da sie eine Konkurrenz durch die nach München 65 km kürzere Verbindung über Ried und Braunau befürchtete.

 

Am 20. Dezember 1870 wurde der Betrieb auf der Strecke Neumarkt-Kallham – Braunau aufgenommen. Nach der Fertigstellung der Brücke über den Inn und der Eröffnung der Strecke von Simbach über Mühldorf nach München wurde am 1. Juni 1871 der Verkehr bis Simbach aufgenommen. 1882 wurde die Kaiserin-Elisabeth-Bahn verstaatlicht und die Strecke Teil der k.k. Staatsbahnen. Von 1883 bis 1897 fuhr der Orient-Express über die Strecke anstatt wie später über Salzburg.


Technik

 

Zwischen Pram-Haag und Mining wird die Strecke im vereinfachten Fernbedienungsbetrieb durch den Fernbedienungsbahnhof Ried im Innkreis gesteuert. Örtlich besetzt sind nur die Bahnhöfe Neumarkt-Kallham, Ried im Innkreis, Braunau am Inn und Simbach (Inn). Die Abzweigung Mining 1 in Dietfurt wird ebenfalls durch einen Wärter örtlich besetzt. In den Bahnhöfen Ried im Innkreis und Neumarkt-Kallham kommen Elektronische Stellwerke zum Einsatz, während im Bahnhof Braunau am Inn noch 2 Stellwerke (teilweise mit Formsignaltechnik ausgerüstet) benutzt werden. Die Strecke ist mit der Zugsicherung PZB ausgerüstet. In der Nachtzeit (ca. 21.30 Uhr - 04.00 Uhr) ist auf der gesamten Strecke Dienstruhe, die Weichen werden in dieser Zeit für eine Durchfahrt von Neumarkt-Kallham nach Braunau am Inn gestellt.

 

Die Innkreisbahn[1], auch Innviertelbahn, ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn in Oberösterreich. Sie verläuft zwischen dem Bahnhof Neumarkt-Kallham an der Bahnstrecke Wels–Passau über Ried im Innkreis und Braunau am Inn bis nach Simbach am Inn, wo Anschluss an das Netz der Südostbayernbahn besteht. Die Innkreisbahn verbindet somit das Innviertel einerseits mit dem oberösterreichischen Zentralraum und andererseits mit Bayern. Die Strecke gehört zum Ergänzungsnetz der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG.

 

Diese Eisenbahnverbindung stellt die kürzeste Verbindung zwischen den Städten Wien und München dar. Aus diesem Grund nahm unter anderem der Orient-Express zwischen 1883 und 1897 diese Route. Jedoch nimmt in neuerer Zeit der Fernverkehr zwischen diesen beiden Städten den Umweg über Salzburg, da diese Strecke zum einen besser ausgebaut und vollständig elektrifiziert ist und zum anderen der Großraum Salzburg als Verkehrsknoten nicht umfahren werden soll.

 

Personenverkehr

 

Die Strecke wird zwischen Neumarkt-Kallham und Simbach am Inn mit Regionalzügen bedient. Diese Züge verkehren an Werktagen tagsüber im Stundentakt, zu den Spitzenzeiten am Morgen, zu Mittag und am späten Nachmittag im (angenäherten) Halbstundentakt, an Sonn- und Feiertagen im Zweistunden- takt. Einige dieser Züge verkehren direkt ab/bis Wels oder Linz. Zusätzlich gibt es einige Regional-Express-Züge, die als Verstärker eingesetzt werden.

 

Die jeweils frühesten Züge Richtung Neumarkt-Kallham verlassen werktags Braunau am Inn um 5:13 Uhr sowie Ried im Innkreis um 4:49 Uhr, die jeweils spätesten Züge aus Neumarkt-Kallham erreichen Ried im Innkreis um 23:47 Uhr sowie Braunau am Inn um 23:11 Uhr.

 

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 verkehren die Züge der Innkreisbahn in neuer Taktlage, wodurch die Umsteigebeziehungen deutlich verbessert werden konnten. So haben die Züge der Inn- kreisbahn jetzt in Simbach am Inn direkten Anschluss an die Züge der Südostbayernbahn, in Ried im Innkreis konnte der „Spinne Ried“ genannte Taktknoten wiedereingeführt werden (darunter versteht man das gleichzeitige Zusammentreffen der Züge aus bzw. nach Simbach am Inn, Schärding, Neumarkt-Kallham sowie Attnang-Puchheim im Bahnhof Ried im Innkreis[2]), und weiters haben Reisende der Innkreisbahn jetzt in Linz direkten Anschluss an die Railjet-Züge von und nach Wien. Der im Jahr 2008 eingeführte und zuletzt nur noch einmal täglich verkehrende, direkte REX-Zug von München über Mühldorf am Inn nach Linz wurde mit dem Fahrplanwechsel 2013 eingestellt, es gibt somit auf dieser Strecke keine umsteigefreien Verbindungen zwischen Bayern und Oberösterreich mehr.

 

Zur Beschleunigung der Züge werden zahlreiche Haltestellen an dieser Strecke als Bedarfshaltestellen geführt. Das heißt, dass Regionalzüge nur halten, wenn zum Aussteigen die Haltewunsch-Taste im Zug gedrückt wird oder sich wartende Reisende auf dem Bahnsteig befinden.

 

Lokomotiv- und Wageneinsatz

 

Ein Großteil der Regionalzüge wird noch aus den älteren Dieseltriebwagen der Reihe 5047 gebildet, daneben kommen verstärkt Dieseltriebwagen der Reihe 5022 („Desiro“) zum Einsatz. Einzelne, stark ausgelastete Züge werden aus modernisierten, langen Schlierenwagen („CityShuttle“) gebildet und mit Diesellokomotiven der Reihe 2016 bespannt.

 

Güterverkehr

 

Der Güterverkehr hat auf der Innkreisbahn nur untergeordnete Bedeutung. Während der Rübenkam- pagne gibt es Ganzzüge ab Ried im Innkreis nach Enns, die Wagen werden als Leerzüge zugeführt. Weiterhin verkehren zwischen Ried im Innkreis und Neumarkt-Kallham vereinzelt Verschubgüterzüge. Einmal pro Werktag gibt es auch einen gemischten Güterzug zwischen Braunau am Inn bzw. Mühldorf am Inn und dem Verschiebebahnhof Wels. An zwei Tagen in der Woche verkehrt ein Kokszug der LTE Logistik- und Transport GmbH zwischen Žiar nad Hronom (Slowakei) und dem Wackerwerk in Burghausen (Deutschland). In Fahrtrichtung Ost-West fährt der Zug jedoch planmäßig zunächst über die Westbahn bis Steindorf und von dort über die Mattigtalbahn nach Braunau am Inn. Alle Güterzüge werden planmäßig mit Lokomotiven der Reihe 2016 bespannt.

 

 

Einzelnachweise

 

1 ) http://www.oebb.at/de/Reisen_in_Oesterreich/Oberoesterreich/PendlerInnen/Ihre_Bahnstrecke_im_ Ueber- blick / Innkreisbahn.pdf


2) Verkehrsverbindung wird verbessert: Noch mehr Züge für das Innviertel. Oberösterreichische Nachrichten,

9. Juli 2013, abgerufen am 12. Jänner 2014.

 


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Innkreisbahn

 

Triebwagen der Reihe 5047 im Bahnhof Neumarkt-Kallham
Haltestelle Peterskirchen
Bahnhof Ried im Innkreis
Haltestelle Neuratting
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