Bahnhof Körmend, Pan Peter12 18.09.2013

Güssinger Bahn

Die Güssinger Bahn ist eine ehemalige Bahnstrecke im Grenzgebiet von Öster- reich und Ungarn. Sie verband die Stadt Güssing, den Hauptort des gleichnami- gen Bezirkes im südlichen Burgenland, seit dem 1. September 1909 mit dem im Raabtal an der Hauptbahn Steinamanger (Szombathely) – Fehring – Graz geleg- enen Bahnhof Kör- mend in Ungarn. Die Lokalbahn war von der Körmend-Német újvári h.é. vasút gebaut und betrieben worden.

 

Auch nachdem der Bezirk Güssing von Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg in die Re- publik Österreich eingegliedert und die Bahn von der neuen Grenze durch-schnitten worden war, führte weiterhin die Ungarische Staatsbahn den Betrieb der Güssinger Lokalbahn. Eine Verbindung mit dem Schienennetz auf Österrei-chischem Staatsgebiet bestand nicht. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie wegen der Abschottung durch den Eisernen Vorhang stillgelegt. Seit- dem findet im Bezirk Güssing kein Schienenverkehr mehr statt. Auch das umf- angreiche Netz von Waldbahnen, das als Zubringer zur Eisenbahn fungierte, existiert nicht mehr.

 

1962 wurden die Gleise demontiert. Im Rahmen der Neuerrichtung der Geschrie-benstein Straße (B56) wurde zwischen Güssing und Moschendorf der alte, meist geradlinig verlaufenden Bahndamm für den Straßenbau herangezogen. Zwi- schen Moschendorf und der Staatsgrenze bei Strem sind noch Reste der Gleise vorhanden.[1]

 

Der Bezirk Güssing ist seitdem der einzige politische Bezirk in Österreich ohne Bahnanbindung. Das Bahnhofsgebäude von Strem ist bis dato erhalten geblie- ben und steht im privaten Besitz. Das Bahnhofsgebäude von Güssing wird seit dessen aufwändigen Restaurierung als privates Wohnhaus und Arztpraxis ge- nutzt.[2] Der Lokschuppen in Güssing wurde allerdings in den 1990er Jahren abgerissen. Sowohl in Güssing, als auch in Strem erinnert die Bahnhofstraße noch heute an die ehemalige Eisenbahn.[1]

 


Einzelnachweise

 

1) Naturpark Südburgenland: Die Bahnlinie Güssing-Körmend (pdf-Dokument, 264 KB). Abgerufen am 6. Dezember 2014.

 

2) Auf den Spuren der alten Körmeder Bahn. Abgerufen am 14. Juni 2013.

 

 

Alle Fotos: Wikimedia Commons

Quelle: Wkipedia

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