1116 223-9 Haltestelle Berg im Drautal, Hans-Peter Kurz 22.09.2016

Drautalbahn

Die Drautalbahn – wie diese Eisenbahnlinie heute bezeichnet wird – ist eine Ost-West-Eisenbahnverbindung entlang der Drau. Sie reicht von Maribor (Marburg a. d. Drau, Anschluss an die alte Südbahn) bis Innichen, wo sie in die Pustertalbahn nach Franzensfeste übergeht. Sie nimmt somit im nördlichen Slowenien ihren Anfang, durchquert Kärnten und Osttirol und endet in Südtirol. Der Streckenteil Klagenfurt–Bleiburg soll als Teil der Koralmbahn ausgebaut werden, die ab Bleiburg der Jauntalbahn folgt. Dieser Streckenteil ist, genauso wie der restliche in Slowenien, eingleisig und nicht elektrifiziert.


Geschichte

 

Die heutige Drautalbahn setzt sich aus der Kärntnerbahn (Marburg–Villach), der ursprünglichen Drautalbahn (Villach–Lienz) sowie dem östlichen Teil der ursprünglichen Pustertalbahn (die von Lienz bis Franzensfeste reichte) zusammen. Ihre jetzige Bezeichnung erhielt sie infolge der Teilung der Pustertalstrecke in einen österreichischen und einen italienischen Teil nach 1918.

 

Kärntner Bahn

 

Die Drautalbahn – wie diese Eisenbahnlinie heute bezeichnet wird – ist eine Ost-West-Eisenbahnverbindung entlang der Drau. Sie reicht von Maribor (Marburg a. d. Drau, Anschluss an die alte Südbahn) bis Innichen, wo sie in die Pustertalbahn nach Franzensfeste übergeht. Sie nimmt somit im nördlichen Slowenien ihren Anfang, durchquert Kärnten und Osttirol und endet in Südtirol. Der Streckenteil Klagenfurt–Bleiburg soll als Teil der Koralmbahn ausgebaut werden, die ab Bleiburg der Jauntalbahn folgt. Dieser Streckenteil ist, genauso wie der restliche in Slowenien, eingleisig und nicht elektrifiziert.


Geschichte

 

Die heutige Drautalbahn setzt sich aus der Kärntnerbahn (Marburg–Villach), der ursprünglichen Drautalbahn (Villach–Lienz) sowie dem östlichen Teil der ursprünglichen Pustertalbahn (die von Lienz bis Franzensfeste reichte) zusammen. Ihre jetzige Bezeichnung erhielt sie infolge der Teilung der Pustertalstrecke in einen österreichischen und einen italienischen Teil nach 1918.

 

Kärntner Bahn

 

Die Kärntner Bahn wurde als Flügelstrecke von der k.k. priv. Südbahngesellschaft errichtet und reichte von Marburg bis Villach.

 

Die ursprüngliche Konzession (1856: Marburg–Villach–Brixen mit Zweig Villach–Görz) hatte eine AG inne, welche das Baukapital für dieses große Projekt jedoch nicht aufbringen konnte. Es blieb beim „Klagenfurter Spatenstich“ 1857.

 

Diese Konzession ging sodann an die Creditanstalt, welche sie zum Teil (Marburg–Villach) an die k.k. priv. Südbahngesellschaft weitergab. Die restlichen Projekte ließ man vorerst fallen. Der Streckenabschnitt von Marburg bis Klagenfurt wurde am 1. Juni 1863 eröffnet. Am 30. Mai 1864 wurde die Strecke dann bis Villach dem Betrieb übergeben.

 

Alte Drautalbahn; Pustertalbahn

 

An eine Fortsetzung war vorerst nicht gedacht. Erst aufgrund politischer und strategischer Überlegungen entschloss man sich später, auch eine Verbindung von Villach über Lienz nach Franzensfeste zu errichten, um eine Verbindung der Südbahn mit der Brennerbahn herzustellen. Dies erfolgte mit der Anlage der alten Drautalbahn und der Pustertalbahn, die beide am 20. November 1871 eröffnet wurden. Das Projekt Villach-Franzensfeste wurde mit finanzieller Stützung des Staates hergestellt.

 

Neuorientierung nach 1918

 

Durch den Zerfall der Donaumonarchie lag die Strecke plötzlich in drei unter-schiedlichen Staaten und verlor somit ihre historische Einheit. Mit der Teilung der Pustertalbahn wurde deren österreichische Strecke mit der alten Drautalbahn und der Kärntner Bahn zur aktuellen Drautalbahn zusammengefasst, während die italienische Pustertalstrecke ihren Namen behielt. Der österreichische Abschnitt ist immer noch von Marburg aus kilometriert. Zwischen der Abzweigung der Rosentalbahn in Klagenfurt und der Abzweigung der Rudolfsbahn Richtung Tarvis in Villach wurde sie Teil der neuen Südbahnführung.

Da die Abzweigung der Lavanttalbahn im nun slowenischen Unterdrauburg lag, war für Züge von der Lavanttalbahn Richtung Klagenfurt (und umgekehrt) ein Korridorverkehr notwendig, bis in den 1960er Jahren die neu erbaute Jauntalbahn die entstandene inländische Lücke schloss.

 

 

Aktueller Verkehr und Fahrzeugeinsatz

 

Im Abschnitt Maribor–Bleiburg verkehren nur noch vereinzelt Regionalzüge, einige dieser Züge fahren auch nur bis Prevalje, sie werden von der Slovenske

železnice betrieben. Ab Bleiburg nutzen vor allem aus Wolfsberg kommende Züge die Strecke zur Weiterfahrt nach Klagenfurt Hauptbahnhof. Zum Einsatz kommen Wendezüge zusammen mit der Reihe 2016 oder Dieseltriebwagen der Reihe 5022.

 

Im Abschnitt Klagenfurt–Spittal an der Drau verkehren auch ÖBB-Fernverkehrszüge der Relationen Wien–Villach, Wien–Lienz und Klagenfurt–Salzburg. Diese RJ, EC, IC oder EN werden von Lokomotiven der Reihen 1144 und 1116 gezogen oder geschoben. Weiters kommen im Abschnitt mit elektrisch betriebener Traktion auch moderne Triebwagen der Reihe 4024 zum Einsatz als REX, R oder S-Bahn.

 

Bis zum Fahrplanwechsel 2013/14 gab es täglich zwei ÖBB-Direktverbindungen von Lienz nach Innsbruck, die als Korridorzüge über die Pustertal- und über die Brennerbahn geführt und mit Lokomotiven der Reihe 1216 bespannt wurden.

 

Seit dem Fahrplanwechsel 2014/15 verkehren täglich vierzehn FLIRT-Züge der SAD Nahverkehr im Stundentakt von Lienz nach Franzensfeste[2], mit Umsteigemöglichkeit(en) zur Weiterfahrt nach Innsbruck oder Bozen. Die sechsteiligen ETR170 sind für den Betrieb unter 3 kV Gleichstrom (IT) und 15 kV/16.7 Hz Wechselstrom (AT) ausgerüstet.

 

Drautalbahn zwischen Marburg (rechts unten) und Franzensfeste, 1899

 

 

Einzelnachweise

 

1) Ausgedient OBB-sucht-Kaeufer-für-Bahnhof-Gummern kleinezeitung.at verfasst am 25. Dezember 2014, abgerufen am 17. März 2016

2) Direkte Zugverbindung Franzensfeste-Lienz. Abgerufen am 23. September 2015.

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Drautalbahn

 

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