Bombardier V100, Foto: Wiener Lokalbahn AG

Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLC)

Die Wurzeln der Wiener Lokalbahnen Cargo gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als auf der Strecke der heutigen Badner Bahn Ziegel­transporte durch die "Actiengesellschaft der Wiener Localbahnen" durchgeführt wurden.

 

Heute ist das Unternehmen zu einem der größ­ten österreichischen Anbieter im Schienengü­terverkehr gewachsen, fährt jährlich über 5.000 Güterzüge quer durch Europa und beschäftigt über 100 MitarbeiterInnen in Österreich und Deutschland.

 

Die Wiener Lokalbahnen Cargo organisiert vorrangig Ganzzugs-Verkehre im kombinierten Verkehr quer durch Europa. In Ergänzung erweitert in zunehmendem Maße aber auch der länderübergreifende Transport konventioneller Wagen-Ladun­gen im Ganz-Zug das Leistungsangebot. Das Unternehmen zählt zu den führenden Privat-Bahnen im Schienen-Güterverkehr in Österreich.

 

Das Kerngeschäft liegt mit einem Anteil von 75 Prozent schwerpunktmäßig im kombinierten Ver­kehr. Im Wagenladungsverkehr, der 25 Prozent der Transport-Leistungen der Wiener Lokalbahnen Cargo ausmacht, zählen so unterschiedliche Produkte wie Pkws, Chemie- und Mineralölprodukte, Getreide sowie Kohle zum Ladegut.

 

Begünstigte Lage im Herzen Europas

 

Mit dem Standort Wien verbinden sich vor allem für den kombinierten Container-Verkehr zahlrei­che Vorteile. Besondere Bedeutung hat hierbei der trimodal konzipierte Hafen Wien als Logistik- und Umschlag-Knoten an der Donau. Die Wiener Lokalbahnen Cargo ist mit Ihren Kunden im kom­binierten Container-Verkehr auf der Schiene ein Haupt-Partner des Hafen Wien.

 

Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer

 

Die Wiener Lokalbahnen AG besitzt die Fahrkonzession für alle Eisenbahnstrecken Österreichs und in der EU. Neu im Strecken-Netz sind Relationen in die Türkei sowie nach Rostock.

 

Die WLB führen sowohl auf der eigenen Infrastruktur (mit eigenen Dieselloks), als auch auf frem­der (mit eigenen Diesel- und E-Lokomotiven) Güterverkehr durch; auch einige eigene Güterwag­gons befinden sich im Fuhrpark. Folgendes Fahrmaterial ist in Verwendung:

 

1 Diesellokomotive, Reihe 2064, gebaut von den ehemaligen Jenbacher Werken

 

3 Diesellokomotiven, V100/Reihe 2000.

 

12 Loks des Typs Eurosprinter ES64 U2 ( gemietet bei Dispolok)

 

5 Loks des Typs Eurosprinter ES64 U4

 

9 E-Loks der Baureihe 182 (gleich der österreichischen Baureihe 1116)

Sie werden als Bosporussprinter bezeichnet, da sie mit den Zugsicherungssystemen der Bah­nen in Ungarn (EVM 120), Rumänien, Bulgarien und in der Türkei ausgestattet sind. Diese Loks sind für den unter der Woche verkehrenden "East Line Shuttle" (Duisburg – Enns / Krems/Wien - Budapest) im grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Ungarn eingesetzt.

5 E-Loks der Baureihe 1216/183

Sie werden vor allem im deutschen Nord-Süd-Verkehr (Nordseehäfen - Österreich) sowie im Verkehr an den slowenischen Hafen Koper eingesetzt.

 

2 E-Loks der 1216/183-Flotte tragen eine von Firmenkunden entworfene Ganzwerbung, dies sind die 1216.954 "Hödlmayr" und die 1216.955 "Roland Spedition".

 

Alle Lokomotiven tragen, bis auf zwei 1216 mit Ganzwerbung für Firmenkunden und der Lok 83 (Jenbacher, diese ist rot lackiert) alle das Farbkleid der WLC. Die Farben sind die Hausfarben blau und creme-weiß.

 

WLB 83 (2064 403-6), Wien Südbf.-Ostbahn, Karl Seltenhammer 28.07.2012
Bombardier V100
1216 954 in Emmerich, Rob Dammers 28.11.2013
ES64 U2-027 in Emmerich, Rob Dammers 24.06.2009
1216 955 in Wirtheim
1193 980 in Duisburg-Wedau Niklas Eimerst

 

Unfall im Güterverkehr

 

Am 9. Juni 2013, einem Sonntag, gegen 5:20 Uhr, waren die letzten vier Wagen eines 620 Meter lan­gen und 750 Tonnen schweren Autotransportzuges der Wiener Lokalbahn Cargo GmbH auf der Rechten Rheinstrecke kurz hinter Lorch (Rheingau) entgleist und wurden rund zehn Kilometer mitgeschleppt, be- vor der Zug im Bahnhof Rüdesheim (Rhein) angehalten wurde. Der Zug war auf einer Leerfahrt von Em- merich am Rhein nach Passau unterwegs. Er hinterließ an den Gleisan­lagen erhebliche Schäden. Auf die Fahrbahn der parallel verlaufenden Bundesstraße 42 wurden über mehrere Kilometer Schotter-steinen ge­schleudert. Im Gleisbett durchtrennten die ent­gleisten Waggons Kabel, zerstörten Kabel-schächte des Elektronischen Stellwerks, beschädigten Weichen, fuhren Signalmasten um und zerstörten Schwellen und Geländer. Im Bahnhof Rüdesheim wurde das Einfahrsignal mitgerissen. Bei der Durch- fahrt durch Assmannshausen wurden durch umherfliegenden Bahnschotter Fensterscheiben etlicher dicht neben den Gleisanlagen stehender Häuser und parkende Autos beschädigt. Perso­nen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.

 

Bis 11.30 Uhr war der Straßenverkehr gesperrt, damit die Straßenmeisterei mit Räumfahrzeugen den Schotter von der Fahrbahn räumen konnte.[4][5] Der Schienenverkehr auf der Rechten Rhein­strecke war bis zum 16. Juni vollständig eingestellt. Zwischen Rüdesheim und Kaub musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Ab 17. Juni stand zwischen Kaub und Geisenheim für den Zugverkehr nur ein Gleis zur Verfügung.

 

 

Quellen:

Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH

Wikpediai

 

 

 

Videos

 

Wiener Lokalbahn Cargo ES 64 U2-024 mit IC 2054 nach Saarbrücken in Frankfurt am Main Hbf
Trainspotter Daniel103 Technik Kanal 20.08.2015
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WLB Doppeltraktion + Rurtalbahn
HG52aB 13.05.2012
Gefilmt vom Bahnorama über der Hauptbahnhof Baustelle mit Blick auf Wien
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