Schafbergbahn, Foto: Salzburg AG

Schafbergbahn

Die Schafbergbahn ist eine meterspurige Zahnradbahn in Österreich. Sie führt von St. Wolfgang am Wolfgangsee hinauf auf den Schafberg (1782 m).

 

Geschichte

 

Die ersten Projekte für diese Bahn tauchten gleich­zeitig mit jenen für die Kahlenbergbahn auf,[1] und am 10. August 1872 erhielten Berthold Currant und Carl Peusens eine Konzession,[2] die aber infolge der Finanzkrise des Jahres 1873 nicht verwertet werden konnte.[3] Am 13. Jänner 1890 wurde die Bahn neu-erlich konzessioniert,[4] und nach einer diese Urkunde ergänzenden Kundmachung des Handelsministe-riums vom 29. Juli 1892[5] eröffnete die Salzkammergut-Localbahn-Actiengesellschaft am 1. August 1893 die als Zahnradbahn ausgeführ­te Localbahn.

 

Da die Zahnradbahn auf den Schafberg in jeder Be­ziehung als ein integrierender Bestandtheil […] der Salzkammergut-Localbahnen zu behandeln ist, wur­de in der vorgenannten Kundmachung die Gesell­schaft verpflichtet, gleichzeitig mit dem Baue der Schafbergbahn auch jenen der Verbindungsstre­cken Strobl – Mondsee und Ischl Localbahnhof – Staatsbahnhof zu beginnen.[5]

 

Nach finanziellen Schwierigkeiten wurde die Schaf­bergbahn 1932 an das Österreichische Verkehrsbü­ro verkauft. 1938 ging sie an die Deutsche Reichs­bahn und somit nach dem Zweiten Weltkrieg an die ÖBB über. Seit 2006 betreibt die Salzkammergut­bahn GmbH (SKGB), eine Tochterfirma der Salz­burg AG, die Schafbergbahn und die Wolfgangsee­schifffahrt.

 

Am 17. März 2006 wurden die Verträge zum Ver­kauf der Schafbergbahn an die Salzburg AG unter­fertigt. Die Schafbergbahn firmiert seither unter An­lehnung an den Erstbesitzer Salzkammergut-Lok­albahn (SKGLB) als Salzkammergutbahn GmbH.

 

Technik und Fahrzeuge

 

Die Bahn ist mit einer Zahnstange nach System Abt ausgestattet und überwindet bei einer maxi­malen Steigung von 25,5 % einen Höhenunterschied von 1190 Metern. Der Antrieb erfolgt aus­schließlich auf die Zahnräder, daher sind auch Gleisanlagen in der Ebene mit einer Zahnstange ausgerüstet.

 

Die Strecke ist nicht elektrifiziert und wird von Dampfloks befahren. Die Hauptlast des Ver­kehrs tragen heute die vier ab 1992 gebauten ölbefeuerten Neubau-Dampflokomotiven Z 11 bis Z 14 (ursprünglich Reihe 999.2), die den H 2/3 der Brienz-Rothorn-Bahn sehr ähnlich sind. Die Dieseltriebwagen VTZ 21 und VTZ 22 (Baujahr 1964) werden als Reserve betriebsfä­hig vorgehalten. Die von der NÖSBB dauerhaft an-gemietete dieselelektrische Lok VZ 31 wird bei starkem Andrang mit einem Zug eingesetzt. Seit 2016 steht eine zweite, von der Bahn di­rekt beschaffte Lok 32 zur Verfügung. Die histo­rischen Originalmaschinen

(Baujahr 1893 und  1894) der Reihe SKGLB Z kommen im Zuge eines eigenen Nostalgiefahrplanes zum Einsatz.

 

Die Bergstation mit Blick auf den Wolfgangsee
Zug an der Station Schafbergalpe, 1896
Schafbergbahn auf dem Weg zum Gipfel (2008
Dampflok der Reihe 999 im Heizhaus noch mit Namenstafel der ÖBB
beide Triebwagen der Reihe 5099 in alter Lackierung

Einzelnachweise

Geschichte der Eisenbahnen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Band: 1,2. Karl Prochaska, Wien 1898, S. 554

1) R. G. Bl. Nr. 134/1872

2) R. G. Bl. Nr. 160/1873

3) R. G. Bl. Nr. 15/1890

4) R. G. Bl. Nr. 121/1892

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schafbergbahn

 

 

Videos

 

Schafbergbahn Führerstandsmitfahrt

Harald Peter Kieberger

 

Bergfahrt

Die steilste Dampf-Zahnradbahn Österreichs führt seit 1893 von St. Wolfgang auf den Schafberg. In 45 Minuten überwindet sie - bei einer maximalen Steigung von 25,5% - 1.190 Höhenmeter und 5,85 km. Die Talstation Schafbergbahnhof (542 m) Haltestelle Schafbergalpe in 1.363 m und Bergstation Schafbergspitze auf 1.732 Meter Seehöhe.
31:02

 

Talfahrt

32:37

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