Foto: Kleine Zeitung Graz

Lavamünder Bahn

Bahnhof Lavamünd und ein Triebwagen der Reihe 5047 (Juni 1992

Die Lavamünder Bahn (LBB) verkehrte auf der Strecke Lavamünd–St. Paul im Lavanttal, ei­nem Teil der Lavanttalbahn als Nostalgiebahn mit gelegentlichem Güterverkehr seit 2004. Die Lavanttalbahn führte ursprünglich bis Dravo­grad (Unterdrauburg) im heutigen Slowenien, wo sie an die Drautalbahn Klagenfurt-Maribor anschloss. Die Lavanttalbahn wurde infolge des Ersten Weltkrieges und der neuen Grenze unterbrochen, was einen umständlichen Korri­dorverkehr nötig machte. Durch die Jaun­talbahn zwischen St. Paul und Bleiburg wurde 1964 wieder ein inländischer Anschluss der Lavanttalbahn an die Drautalbahn geschaffen. Die Lavamünder Bahn blieb beinahe nutzlos zurück.

 

2015 wurde die Trasse an ein deutsches Ver­wertungsunternehmen für Bahnanlagen ver­kauft und die Geleise im Februar und März 2016 abgetragen. Danach und nach der Re­kultivierung soll die Trasse der Bahn an Anrai­ner und Gemeinden verkauft werden.[1]

 

 

Geschichte

Zweiachsergarnitur der NBiK im Bahnhof Lavamünd

 

Am 1. Juli 1878 wurde der Bau der Eisenbahnlinie von Wolfsberg nach Unterdrauburg begonnen. Dafür waren Gesamtbaukosten von 2,4 Millionen Gulden erforderlich. Die feierliche Eröffnung er­folgte am 4. Oktober 1879. Die Strecke führte von Unterdrauburg über Lavamünd, Ettendorf, St. Paul, St. Andrä und St. Stefan nach Wolfsberg. Der Verkehr nach Unterdrauburg wurde 1965 ein­gestellt, die Personenbeförderung zwischen St.Paul und Lavamünd im Jahr 1997. Das endgültige Aus auch für den Güterverkehr kam 2001.

 

Im Jahr 2002 gründeten vier Unternehmen und die Marktgemeinde Lavamünd die Lavamünder Bahn- und Betriebs GesmbH (LBB). Ziel dieser Gesellschaft war es, den Bahnbetrieb auf der Stre­cke Lavamünd – St. Paul wieder aufzunehmen. Nach intensiven Vorbereitungen und dank funktio­nierender Zusammenarbeit zwischen privater und öffentlicher Hand wurde der Bahnbetrieb mit der Eröffnungsfeier am 26. Oktober 2002 aufgenommen. Er erwies sich nicht auf Dauer erfolgreich, die Betriebsgesellschaft wurde wieder aufgelöst.

 

Sonderfahrten der Lavamünder Bahn auf Bestellung waren möglich, als besondere Attraktionen galten die Amateurlokführerfahrten mit der Diesellok 383.10.


Ehemalige Betreibergesellschaft

 

Unternehmensbezeichnung: Lavamünder Bahn BetriebsgesmbH (LBB); Form: Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz und Gründungsjahr: Lavamünd, April 2002 Gesellschafter: Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb GmbH – GKB; bis 2011: Marktgemeinde Lavamünd, Fa. Cimenti KG, Fa. Waldland Staudacher, Bahn und MuseumsgesmbH Ferlach[2]

 

 

Einzelnachweise

 

1) Lavamünder Bahn wird abgetragen Kleine Zeitung (abgerufen 9. März 2016).

 

2) http://archiv.kleine.at/kaernten/wolfsberg/2721166/lavamuend-steigt-dem-zug.story

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lavam%C3%BCnder_Bahn

 

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