Bahnhof Seespitz am Achensee, Herbert Ortner 1977

Achenseebahn

Die Achenseebahn ist eine Schmalspur-Zahnrad­bahn in Österreich mit einer Spurweite von 1000 mm. Sie führt von Jenbach zum Seespitz am Achensee und wurde 1889 eröffnet. Die Strecke wird fahrplanmäßig ausschließlich mit Dampflo­komotiven befahren.

 

1886 beantragte Konsul Theodor Friedrich Freiherr von Dreifuss aus Grüneck beim Dorf Kreuth in Oberbayern die Konzession für eine Zahnradbahn- und Eisenbahnverbindung von Jenbach im Inn­tal bis zur Südspitze des Achensees. Trotz Bedenken der Seeanrainer gegenüber dieser damals neumodischen Zahnradbahn erteilte Kaiser Franz Josef der Erste nach Befürwortung  durch das Kloster Fiecht, das den Achensee besaß und darauf Dampfschifffahrt betrieb, am 1. August 1888

die Konzession zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Lokomotiv-Eisenbahn mit ge­mischtem Adhäsion- und Zahnschienen-Be­trieb auf neunzig Jahre. Die zum Teil in Gold handschriftlich geschriebene Urkunde mit kai­serlichem Siegel ist noch unversehrt im Besitz der Achenseebahn.

 

Am 8. Juni 1889 wurde die 6,36 km lange Stre­cke feierlich eröffnet, endete aber bereits eini­ge 100 m früher als heute, bei den alten Bahnhofsgebäuden der Achenseebahn, die heute noch stehen. Eine Schleppbahn mit 600 mm Spurweite führte zur heutigen Station See­spitz und somit der Dampferanlegestelle. Die österreichische Militärverwaltung ließ 1916 die Schleppbahn auf 1000 mm umspuren, wobei die Lokomotiven diesen Streckenabschnitt nicht be­fahren durften. Die Achenseebahn konnte das Gleis schließlich erwerben und ab dem 23. Juli 1929 mit ihren Zügen befahren. Die Streckenlänge stieg damit auf 6,76 km. An der neuen Endstation Seespitz/Achensee existieren seitdem ein neues Stationsgebäude und ein neuer Dampfersteg. Nach Umbau von 1971 zur Anpassung an aktuelle Bedürfnisse besteht diese Anlage bis heute.

 

Die Achenseebahn ist eine Schmalspur-Zahnrad­bahn in Österreich mit einer Spurweite von 1000 mm. Sie führt von Jenbach zum Seespitz am Achensee und wurde 1889 eröffnet. Die Strecke wird fahrplanmäßig ausschließlich mit Dampflo­komotiven befahren.

 

1886 beantragte Konsul Theodor Friedrich Freiherr von Dreifuss aus Grüneck beim Dorf Kreuth in Oberbayern die Konzession für eine Zahnradbahn- und Eisenbahnverbindung von Jenbach im Inn­tal bis zur Südspitze des Achensees. Trotz Bedenken der Seeanrainer gegenüber dieser damals neumodischen Zahnradbahn erteilte Kaiser Franz Josef der Erste nach Befürwortung  durch das Kloster Fiecht, das den Achensee besaß und darauf Dampfschifffahrt betrieb, am 1. August 1888

die Konzession zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Lokomotiv-Eisenbahn mit ge­mischtem Adhäsion- und Zahnschienen-Be­trieb auf neunzig Jahre. Die zum Teil in Gold handschriftlich geschriebene Urkunde mit kai­serlichem Siegel ist noch unversehrt im Besitz der Achenseebahn.

 

Am 8. Juni 1889 wurde die 6,36 km lange Stre­cke feierlich eröffnet, endete aber bereits eini­ge 100 m früher als heute, bei den alten Bahnhofsgebäuden der Achenseebahn, die heute noch stehen. Eine Schleppbahn

Gebäude des ehemaligen alten Bahnhofs am Seespitz

 mit 600 mm Spurweite führte zur heutigen Station See­spitz und somit der Dampferanlegestelle. Die österreichische Militärverwaltung ließ 1916 die Schleppbahn auf 1000 mm umspuren, wobei die Lokomotiven diesen Streckenabschnitt nicht be­fahren durften. Die Achenseebahn konnte das Gleis schließlich erwerben und ab dem 23. Juli 1929 mit ihren Zügen befahren. Die Streckenlänge stieg damit auf 6,76 km. An der neuen Endstation Seespitz/Achensee existieren seitdem ein neues Stationsgebäude und ein neuer Dampfersteg. Nach Umbau von 1971 zur Anpassung an aktuelle Bedürfnisse besteht diese Anlage bis heute.

 

1950 hielt die TIWAG (Tiroler Wasserkraftwerke) die Mehrheit der Aktien. 1979 übernahmen die umliegenden Gemeinden diese. Nun wurde die Flachstrecke mit Hilfe von Bund und Land saniert. Die Gemeinden Eben, Jenbach und Achenkirch waren seit 1991 Hauptaktionäre.[1] 2009 wurden das Aktienkapital der AG erhöht, seitdem verfügen die drei Gemeinden statt über 70 % nur noch über 30,2 % des Aktienkapitals.[2]

 

2012 wurde der Haltepunkt Maurach-Mitte in Betrieb genommen.[3]


Streckenbeschreibung
 

Bergfahrt

Bahnhof Jenbach

 

Die knapp 7 km lange Strecke beginnt im Bahnhof Jenbach, dem einzigen österreichischen Bahnhof mit drei unterschiedlichen Spurweiten. Hier treffen sich die normalspurige ÖBB, die 760-mm-Schmalspur der Zillertalbahn und die Meterspur der Achenseebahn.


Zahnradstrecke Jenbach–Eben

 

Die Steilstrecke von Jenbach hinauf nach Eben ist mit einer Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach ausgestattet, da hier eine maximale Steigung von 160 ‰ überwunden werden muss. Auf der Steilstrecke muss die Lok immer auf der Talseite des Zuges sein, die Züge von Jenbach zum Achensee werden deshalb bis Eben geschoben.

 

Flachstrecke Eben–Seespitz/Achensee

 

In Eben umfährt die Lok den Zug und zieht ihn dann ohne Zahnrad in leichtem Gefälle vorbei an Maurach zum Seespitz am Ufer des Achensee.

Zug auf Bergfahrt (1977)
Beginn des Zahnstangenabschnitts bei der Remise im Bahnhof Jenbach

Dort besteht Anschluss zu den Schiffen der Achensee-Schifffahrt. In Seespitz setzt die Bahn erneut um, so dass die Beiwagen bis Eben gezogen werden und hier das Umsetzen entfällt.

 

Betrieb

Zug am Ufer des Achensees

 

Eigentümer und Betreiber ist die Achenseebahn AG, deren Kapital sich zu 30,2 % in den Händen der Anliegergemeinden befindet.[2]

 

Die Strecke ist nicht elektrifiziert und wird fahrplanmäßig ausschließlich mit Dampflokomotiven befahren. Sie dient überwiegend dem touristischen Betrieb. Der örtliche ÖPNV wird weitestgehend mit Busverkehr betrieben.[4] Es bestehen allerdings Überlegungen, das zu ändern. Im Zuge einer anstehenden Streckensanierung soll auch die Möglichkeit eines Ausbaus zu einer modernen elektrischen Regionalbahn und eine Verlängerung bis Pertisau berücksichtigt werden. Die Infrastruktur soll dazu so ausgelegt werden, dass ein Dampfzugbetrieb im Stundentakt mit zeitweiser Verdichtung in der Hauptsaison bis Seespitz zusammen mit einem elektrischen Betrieb über die Gesamtstrecke möglich wird. Gedacht ist dabei an einen Betrieb mit Elektrotriebwagen. Geeignete Fahrzeuge seien verfügbar. Mit ihnen sollen Fahrzeiten von 8 Minuten von Jenbach bis Eben und von 25 Minuten von Jenbach nach Pertisau möglich sein.[5]

 

Betriebsmittel

 

Lokomotiven

Lok 2 JENBACH

 

Zur Eröffnung der Achenseebahn wurden 1889 vier Zahnrad-Dampflokomotiven mit der Achsfolge Bzt-n2 beschafft. Sie erhielten die Nummern 1 bis 4 und die Namen Theodor, Hermann, Georg und Carl. Lok 4 wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatzteilspender herangezogen und in Folge verschrottet. Der Betrieb wurde bis 2005 ausschließlich mit den verbliebenen drei Maschinen geführt, die als die ältesten Zahnradbahnlokomotiven Österreichs gelten. Im Jahr 2005 wurde eine aus aufgearbeiteten Altbestandteilen der anderen Maschinen und einigen Ersatzteilen rekonstruierte Lok 4 erstmals wieder angeheizt. Allerdings diente sie hier nur als stehende Filmkulisse und es fehlten noch einige wichtige Teile, um sie in den Betrieb nehmen zu können. Nachdem die Lok 1 am 16. Mai 2008 bei einem Brand im Heizhaus in Jenbach schwer beschädigt wurde,[6] wurde die Lok 4 innerhalb dreier Monate mit nicht schadhaften Teilen der Lok 1 dann auch einsatzfähig hergerichtet, so dass vorerst weiterhin drei Lokomotiven zur Verfügung standen. Bis Ende 2009 wurde die beschädigte Lok 1 wieder neu aufgebaut und ist seitdem wieder betriebsfähig.

Offener und geschlossener Wagen auf Bergfahrt

Wagen

 

An Wagen stehen mehrere zweiachsige Personenwagen zur Verfügung, die 1889 von der Wagen- und Waggonfabrik, Eisen- und Metallgießerei Joh. Weitzer aus Graz gebaut wurden. Ein Zug besteht im Normalfall aus einem geschlossenen Wagen und einem offenen Sommerwagen, die bis Eben bergwärts geschoben und ab dort zum Seespitz gezogen werden. Weiters stehen für innerbetriebliche Transporte einige Güterwagen zur Verfügung, einen regulären Güterverkehr gibt es jedoch auf der Achenseebahn nicht mehr.

Einzelnachweise

1) Geschichte der Achenseebahn auf achenseebahn.at

2) Die Museums-Eisenbahn: Zeitschrift für Kleinbahn-Geschichte. Nr.1. DME Selbstverlag 2015, ISSN 0936-4609, S.8.

3) tt.com

4) gwa: KBS 311 Jenbach – Achensee Schiffstation. In: IBSE-Telegramm. 298 (9/2015), S. 4.

5) Zukunft der Achenseebahn. Auf: Homepage der Achenseebahn.

6) orf.at

 

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Achenseebahn

 

 

Videos

 

Achenseebahn Jenbach - Seespitz am Achensee
Dampfzahnradbahn in Tirol. Geniessen Sie den Klang der schnaubenden Dampflokomotive auf der Bergfahrt von Jenbach nach Aacehnsee Seespitz.
fridaywo
05:36

Achenseebahn Jenbach - Seespitz am Achensee
Die komplette Fahrt der Achenseebahn von Jenbach nach Seespitz am Achensee in Tirol. Diese Zahnradbahn ist die älteste nicht elektrifizierte in Betrieb befindliche Schmalspurbahn der Welt-
WorldOfTransit
44:45

Romantik per Fahrkarte
Eisenbahnromantik / SWR,  Sendung vom 22.02.1997

 

Hauptteil dieser Folge ist der Film von Dieter Heins & Johannes Zosel mit dem Titel: "Romantik per Fahrkarte - Kleine Psychologie des Reisens".


Im TEE von Frankfurt nach Amsterdam tauchen wir ein in die Welt der Manager, voll Wichtigkeit, Langeweile, Überbean-spruchung und vornehmer Abgespanntheit. Im Luxuszug geben sie sich die Reichen ein Stelldichein. Tätigkeit keine Unterbrechung verträgt. Der Schreibtisch nebst Sekretärin und Telefon reisen mit. Die gleichzeitige Fortbewegung, deren Tempo stetig steigt, wird als notwendiges Übel empfunden.

 

Wer den Weg, die Reise, genießen will, denkt an die Postkutsche. Zurück zu den Anfängen. Wir fahren mit Dampf auf der Zillertal- und Achensee-Bahn. Auf der Suche nach Romantik schraubt man seine Ansprüche zurück. Man kommt von weit her, um sich schüttelnd und stoßende den Berg hinaufbefördern zu lassen.

 

Weitere Beiträge sind:

- Die Schienenbusse auf der Schwäbischen Alb wurden Anfang März 1997 durch moderne Nahverkehrstriebwagen ersetzt.

 

- Ein Film über die Moseltalbahn, das so genannte "Saufbähnchen", kurz vor seiner Stilllegung Ende 1962.


Saufbähnle

Das Saufbähnle eröffnete einst ein neues Zeitalter - das Zeitalter des Verkehrs.

Man arbeitet im Zug weiter, man reist, um störende Entfernungen zu überwinden. Der Zug ist nur Mittel zum Zweck. Auch an jene ist gedacht, deren 
29:10

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